Archiv der Kategorie: Aktiv werden

„FÜR AUGENBLICKLICHEN GEWINN VERKAUFE ICH DIE ZUKUNFT NICHT.“ (Werner von Siemens)

Die Firma SIEMENS hält trotz massiver Proteste der Klimaschutzbewegung daran fest, sich am Bau der Anlagen für die Kohlebergwerke des indischen Adani-Konzerns in Australien zu beteiligen. Unten sind drei Möglichkeiten aufgeführt, wie Ihr ganz aktuelle Aktionen unterstützen könnt, um SIEMENS doch noch zum Einlenken zu bewegen. Hier zunächst ein Aufruf der Klimaschutz-Organisation 350.org:

„Die Adani-Kohlemine in Australien ist wahrscheinlich das größte und zerstörerischste neue Kohleprojekt, von dem du noch nie gehört hast. Wenn es in Betrieb geht, wird es Millionen Tonnen klimaschädlicher Kohle produzieren. Es wird das Land der indigenen Bevölkerung bedrohen und die Zukunft des Great Barrier Reefs aufs Spiel setzen.
Aber das Projekt kann immer noch gestoppt werden. Der Schlüssel dazu ist Siemens. In den letzten Monaten ist eine große Bewegung in vielen Ländern entstanden, um die australischen und indigenen Aktivist*innen bei der #StopAdani-Kampagne [1] zu unterstützen. Vor der Hauptversammlung von Siemens am Mittwoch erhöhen wir den Druck noch weiter.
Unterzeichne die Petition und schließe dich den 291.000+ Menschen an, die Siemens bereits dazu auffordern, den Adani-Vertrag zu kündigen!

Für den Betrieb benötigt die Adani-Mine Eisenbahnsignale, um die Kohle zur Küste zu transportieren. Siemens ist diesen Vertrag neulich eingegangen und dieser ist nur etwa 20 Millionen Euro wert – ein winziger Bruchteil von Siemens Jahresumsatz [2]. Es geht also eigentlich nur um eine Kleinigkeit, aber wenn wir Siemens dazu zu bringen, den Adani-Vertrag zu kündigen, könnten wir den Bau wirklich stoppen. Denn ohne die Bahnstrecke gibt es keine Möglichkeit, die Kohle zu verschiffen und zu exportieren.
In ein paar Tagen wird der CEO von Siemens, Joe Kaeser, auf der Jahreshauptversammlung des Unternehmens den Aktionär*innen und den Medien Rede und Antwort stehen. Er hat bereits zwei Fehler gemacht.
Der erste war die Unterzeichnung des Adani-Vertrags. Der zweite war, uns wissen zu lassen, dass er unseren Druck spürt und die Entscheidung, den Vertrag eingegangen zu sein bereut – aber er hält weiter an dem Deal fest! [3]
Die bevorstehende Hauptversammlung von Siemens ist die perfekte Gelegenheit, das ganze Ausmaß unserer Empörung zu zeigen. Deshalb schließen wir uns mit Organisationen und Gruppen in ganz Europa und Australien zusammen, um die #StopAdani-Kampagne zu unterstützen. Gemeinsam geben wir Joe Kaeser die Chance, den Ruf seines Unternehmens zu retten.

Unterzeichne die Petition und helfe uns, bis Dienstag 300.000 Unterschriften zu erreichen. Wir werden dafür sorgen, dass deine Stimme auf der Aktionärsversammlung von Siemens in Deutschland gehört wird!

Nachdem du unterschrieben hast, zeigen wir dir, wie du Siemens eine Nachricht auf Facebook oder Twitter hinterlassen kannst. Oder noch besser: Wie du das grün gespülte Image von Siemens mit Plakaten zurechtrücken kannst, um die Wahrheit über das klimaschädliche Geschäft in die Öffentlichkeit zu tragen.

Weiter geht’s,
Kate, Julia und das gesamte 350-Team

[1] #StopAdani [englisch]

[2] Deutschlands Siemens unterschreibt Vertrag zur Kohlemine in Australien [englisch]

[3] Kohleprojekt Adani: Siemens-CEO hat ‚Empathie‘ für die Umwelt, weigert sich aber, den Vertrag zu kündigen [englisch]

– – – – – – – – – – – – – – – – – –

Ein ähnliche Petition hat auch Campact gestartet:
https://aktion.campact.de/siemens/appell/teilnehmen

Außerdem gibt es eine Postkartenaktion von ParentsForFuture Deutschland:  
https://parentsforfuture.de/de/stop-siemens

Die Postkartenvorlage könnt Ihr Euch auch beim Klimabündnis Karslruhe herunterladen:  
https://wechange.de/project/klimabuendnis-karlsruhe/file/pff_stop-adanipdf/download/PFF_STOP-ADANI.pdf
 
Bitte beteiligt Euch vor dem 5.2. nach Kräften an diesen Aktionen und leitet diese Informationen im Freundeskreis weiter! 

Kundgebung vom 26.10.19

Zeit für Zivilen Ungehorsam

Mehr als zwei Stunden lang diskutierten die Teilnehmer*innen der Kundgebung am 26.10. öffentlich über Zivilen Ungehorsam als mögliches Mittel, um zur Abwendung der Klimakatastrophe wirksam beizutragen.

Um die 40 Menschen kamen am Kirchplatz St. Stephan um „5 vor 12“ zusammen und dachten gemeinsam und laut nach: Ist Ziviler Ungehorsam das Mittel, mit dem wir die Regierungen auf kommunaler, Landes- und Bundesebene endlich dazu bringen, die Klimakrise ernst zu nehmen und entschieden zu handeln? Ganz überwiegend waren die Teilnehmer*innen der Ansicht: JA!

Ja, wir müssen zu Mitteln des Zivilen Ungehorsams greifen, nicht zuletzt um deutlich zu machen, wie ernst es uns ist.

In der Diskussion ging es auch darum, welche Form der Ungehorsam haben sollte. Einerseits soll er in das Unrecht der übermäßigen Emission von Treibhausgasen symbolisch und real eingreifen. Andererseits soll dieses Zeichen auch von den Menschen verstanden werden, die sich bis jetzt neutral verhalten oder sogar an klimaschädlichem Konsumverhalten festhalten wollen.

Gegen Ende der Versammlung zeichnete sich ab, dass einige der Teilnehmer*innen bereit sind, konkret über nächste Schritte in den Zivilen Ungehorsam nachzudenken. Wer sich dem anschliessen möchte, ist herzlich eingeladen. Kontakt über info@parents4future-ka.de.

Aufruf zur Fridays for Future Demonstration am 25.10.

Parents For Future KA schließt sich dem folgenden Aufruf von Fridays for Future KA an:

Liebe Leute,

am 25.10. demonstriert Fridays for Future wieder. Dieses Mal ab 14 Uhr am Schlossplatz. ((Der späte Beginn ist eine Chance für diejenigen, die morgens nicht können, zu zeigen, dass ihnen der Klimaschutz auch wichtig ist.))

Unsere letzte Demonstration am 20.09. war ein großer Erfolg, über 20.000 Menschen sind an diesem Tag in Karlsruhe auf die Straßen gegangen, bundesweit waren es sogar 1,4 Millionen (!). Jedoch hat die Bundesregierung noch am selben Tag ein „Klimapaket“ beschlossen, das man nur als ungenügend bezeichnen kann.

Es wurden zwar kleine Schritte in Richtung Klimaschutz unternommen, doch diese sind völlig unzureichend und mutlos.

Zum Beispiel soll der Kohleausstieg erst 2038 erfolgen, dabei wäre er bereits im Jahr 2030 möglich. Und der beschlossene Emissionshandel soll erst zum Jahr 2021, statt so bald wie möglich eingeführt werden und selbst dann wird der Einstiegspreis von 10 € das bleiben was er ist: ein schlechter Witz, über den künftige Gerationen absolut nicht lachen können.

Fridays for Future fordert Klimagerechtigkeit, doch diesem Ziel wird teilweise aktiv entgegengewirkt. Die Erhöhung der Pendlerpauschale hilft den armen Menschen in diesem Land nicht, denn die Pendlerpauschale ist eine Steuererleichterung. Wer aber nicht genug Geld verdient um Steuern zu zahlen, dem können diese auch nicht erlassen werden. Den Windkraftausbau behindert die Bundesregierung sogar aktiv; durch die neue Abstandsregel dürfen Windräder nur noch 1000 Meter entfernt von Häusern aufgestellt werden.

Dem allen stellen wir uns entgegen und hoffen, dass so viele Menschen wie möglich auf unsere Demo kommen.

FÜR DAS KLIMA und FÜR KOMMENDE GENERATIONEN!

Bitte erzählt euren Freunden von der Demonstration oder leitet diesen Aufruf weiter.

PROTEST! Auf nach Ettlingen

Parents For Future KA schließt sich dem Aufruf von Fridays for Future KA an:
Kommt morgen,
Montag, den 23. September um 17:15 zur Schlossgartenhalle in Ettlingen! 

Das von der Bundesregierung am Freitag verkündete sogenannte Klimapaket ist ein SKANDAL. Im Ergebnis – darin sind sich führende Klimaforscher in Deutschland einig – ist es eine Absage an das Pariser Klimaschutzabkommen, zu dem sich Deutschland völkerrechtlich verbindlich bekannt hat. Und eine Absage an die Einhaltung der 1,5°-Grenze der Erderwärmung. 

Ab 18.00 Uhr ist in der Schlossgartenhalle Einlass zur Regionalkonferenz der SPD im Rahmen ihrer Kandidatenkür für den Parteivorsitz auf Bundesebene.
Es ist die erste Regionalkonferenz nach der Verkündigung des sogenannten Klimapakets. 

Bitte kommt zahlreich und unterstützt die Schüler*innen und Student*innen von Fridays for Future in unserem gemeinsamen Protest gegen eine Klimapolitik der großen Koalition, die uns schnurgerade in die Klimakatastrophe führt.   

Bitte verbreitet diesen Aufruf weiter.

Aufruf an Unternehmer in Karlsruhe

(von FridaysForFuture Karlsruhe)

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir von Fridays for Future Karlsruhe, schreiben Ihnen heute, da die größte Krise der Menschheitsgeschichte von der Politik weiterhin prominent ignoriert wird. Während in Brasilien der Amazonas abbrennt und in Deutschland die Kohlekraftwerke weiterlaufen, sind nach dem neusten IPCC-Bericht die Temperaturen auf den Landflächen im Durchschnitt bereits um 1,5°C angestiegen. Was nicht nach viel klingt kann entscheiden, ob Städte bewohnbar bleiben oder überschwemmt werden; es kann entscheiden, ob Ackerflächen weiterbenutzt werden können oder sich die Einwohner zukünftig auf Hungersnöte einstellen müssen; kurz gesagt: Um wie viel der globale Temperaturdurchschnitt steigen wird entscheidet über Leben und Tod – von Menschen, aber auch von vielen bedrohten Tierarten.

Deutschland, als ein reiches Industrieland, steht hier in einer besonderen Verantwortung. Schon seit über 100 Jahren, viel länger als andere Länder, nutzt Deutschland unser aller Atmosphäre als Endlager für Treibhausgase. Wenn wir die Welt wirklich noch retten wollen, wenn wir verhindern wollen, dass wir Kipppunkte erreichen, die unser Klima irreversibel verändern werden, dann müssen wir jetzt handeln – denn die Wissenschaft sagt, dass wir nur noch knapp 10 Jahre Zeit haben um einen über das 1,5°C-Ziel hinausgehenden Klimawandel zu verhindern. Die Wissenschaft sagt auch, dass der hierfür notwendige Wandel noch machbar ist! Deutschland muss hier Vorreiter sein: Als Industrieland müssen wir den Weg zum Nettonull-Land vorangehen, damit sich dann andere Länder uns anschließen können: Bereits ab 2035 darf Deutschland nicht mehr CO2-Emissionen emittieren als durch natürliche Prozesse zurückgewonnen werden können.

Damit es so kommt, brauchen wir einen breiten Konsens in der Bevölkerung, der auch auf den Straßen laut und sichtbar ist. Deshalb bitten wir Sie heute: Schließen Sie sich unserem Klimastreik am 20. September an! Bewerben Sie unseren Streik und kommen Sie mit Ihren Mitarbeiterinnen zu unserer #AlleFuersKlima Kundgebung um 11 Uhr am Friedrichsplatz in Karlsruhe! Die Demo wird ca. von 11-14 Uhr dauern, aber auch Mitstreikerinnen, die nur für eine Stunde da sind, sind gern gesehen. Unsere Erde ist es wert, dass man für Sie kämpft – wir hoffen Sie sehen das genauso!

Mit freundlichen Grüßen,
das Orga-Team von Fridays for Future Karlsruhe

Deine Unterschrift für die Ausrufung des Klima-Notstands in Karlsruhe – und dann zur Kundgebung am Dienstag 16.7. auf den Marktplatz!

Am kommenden Dienstag, den 16.7. beschließt der Karlsruher Gemeinderat über die Ausrufung des Klima-Notstands.

Unterschreibe jetzt die Petition auf Change.org

Einer Gefahr, die man verleugnet und verdrängt, kann man nicht wirksam begegnen. Während die Folgen der menschengemachten Klimaveränderungen bereits Millionen zwingen, aus ihrer Heimat zu fliehen und so gut wie täglich Todesopfer fordern, spricht die CDU in Karlsruhe von einer „angeblichen Klimakatastrophe“. Wir fordern, dass Politik und Verwaltung den Tatsachen ins Auge sehen und den Klimaschutz mit klarer Priorität ganz nach vorne auf die Agenda setzen. Die Ausrufung des Klima-Notstands macht diese Priorität deutlich. Ihr müssen dann entschlossene Maßnahmen folgen, die sich nicht daran messen, was dem einen oder anderen in dieser Stadt wehtun könnte, sondern daran, was wir tun müssen, um eine Erwärmung der Erde um mehr als 1,5° Celsius zu verhindern.

Die Karlsruher Gruppen von Extinction Rebellion, FridaysForFuture und ParentsForFuture rufen zu einer Kundgebung am Dienstag, den 16.7. um 15.30 Uhr auf dem Marktplatz Karlsruhe auf, um die Forderung nach Ausrufung des Klimanotstands zu bekräftigen.

20. September 2019: Klima-Streik der Erwachsenen

Heute, am 24. Mai 2019 erschien in der Süddeutschen Zeitung ein Aufruf zum Klimastreik am 20. September, der sich an Menschen in aller Welt richtet.

Urheber des Aufrufs ist eine Gruppe namhafter Intellektueller. darunter Naomi Klein (Kanada) und Noam Chomsky (USA) .

Der Text beginnt so:

Am Freitag, 20. September, werden wir auf Bitte der jungen Menschen, die rund um die Welt Schulstreiks organisieren, unsere Arbeitsplätze und Wohnungen verlassen, um einen Tag lang Maßnahmen gegen den Klimawandel zu fordern, die große, existenzielle Bedrohung der gesamten Menschheit. Es wird ein eintägiger Klima-Streik sein und der Auftakt zu einer Woche mit Klima-Aktionen auf der ganzen Welt. … (Weiter)

#AllinforClimateAction: Kampagne über Change.org

Unter diesem Hashtag gibt es eine Reihe von Petitionen auf Change.org , organisiert von Rebecca Freitag, UN Jugenddelegierte für Nachhaltige Entwicklung.

Zielpunkt der Aktion ist der Klima- und SDG-Gipfel im September in New York, bei dem alle Staats- und Regierungschef*innen der Welt zusammentreten.

Wenn sich diese im September in New York City vereinigen, werden wir dort sein und den weltweit am häufigsten unterschriebenen Aufruf zum Handeln liefern!

Rebeccas aktuelle Aktion hat innerhalb der letzen zwei Tage über 13.000 Unterschriften bekommen. Vielleicht gelingt es, erwas großes daraus zu machen.