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#KeinGradWeiter – Globaler Klimastreik am 25.09.

#KeinGradWeiter ist das Motto des weltweiten Klimastreiks am 25.09. Die FFF Karlsruhe haben eine Menschenkette als sinnvolle Versammlungsform in Corona-Zeiten gewählt und jetzt sind wir alle gefragt. Mehr denn je müssen wir – auch mit Abstand und Maske – ein Zeichen setzen, dass die Klimakrise ernst zu nehmen ist und wir hinter den Jugendlichen und ihren Forderungen stehen.

Wir Parents4Future treffen uns am 25.09. um 11 Uhr im Schlossgarten am Schlosscafé – und freuen uns auf alle, die die Fridays unterstützen möchten.

Unser Erkennungszeichen
Mit den Warming Stripes, die einige schon von den ScientistsforFuture kennen, ist eigentlich schon alles gesagt: Sie stellen die jährliche Durchschnittstemperatur farblich von hellblau bis dunkelrot dar und zeigen die Tendenz seit 1950. Als Erkennungszeichen für die Demo haben wir uns diese in Form von Plakaten, Fahnen, Masken und T-Shirts fertigen lassen. So kann man uns besser erkennen und gleichzeitig wird die Message dadurch weiter verbreitet.

Noch keine eigene Warming-Stripes Maske?
Wir verkaufen diese Masken für 10,- € das Stück zzgl. Porto: Die Masken sind aus GOTS-zertifizierter Bio-Baumwolle „Popeline Eco“ und wurden in Mainz von der Schneiderin Aileen Weis gefertigt. Sie sind zweilagig mit eingenähter Nasenklammer. Ihr könnt die Masken mit Gummi- oder mit Bindebändchen bekommen – direkt vor Ort am 25.09. oder schreibt uns einfach eine Mail an klaus.m.mayer[at]arcor.de

Weitere Infos zum Klimastreik gibt es direkt auf der Webseite der Fridays For Future Karlsruhe https://fffka.de/event/25-09-20/

Aufwachen! Worst-Case-Klima-Szenario ist das Wahrscheinlichste!

Neue Studie aus USA zeigt, dass wir aus dem Corona-Schlaf aufwachen müssen

Am 4.8.20 meldete der Deutschlandfunk: Ein Forscher-Team des „Woods Hole Research Center“ in den USA kommt zu dem Ergebnis, dass die aktuell vorhergesagten CO2-Emissionen ziemlich nah an dem Worst-Case-Szenario liegen, das der Weltklimarat 2005 für den Extrem-Fall entworfen hatte, dass wir nichts gegen die Klimakrise unternehmen.

Hier geht es zu dem Artikel:
https://www.deutschlandfunk.de/klima-worst-case-szenario-wird-realistischer.2850.de.html?drn:news_id=1158332

Hier geht es zu dem Hörbeitrag im Deutschlandfunk vom 6.8.20:
https://www.deutschlandfunk.de/der-tag-das-worst-case-klima-szenario.3415.de.html?dram:article_id=481873

Hier ist der Link auf die Seite des „Woods Hole Research Center“:
https://whrc.org/worst-case-co2-emissions-scenario-is-best-match-for-assessing-climate-risk-impact-by-2050/

Liebe Karlsruher*innen, lasst uns jetzt gemeinsam für eine radikale Klimawende kämpfen! Wenn wir so lange warten, bis auch bei Fridays for Future der Frust siegt, haben wir bald nichts mehr, wofür wir noch kämpfen können!

Südumfahrung: Offener Brief an die Karlsruher SPD-Fraktion

Wir veröffetlichen einen Offenen Brief von Ingo Laubehthal (Mitglied von Parents For Future) an die SPD-Stadträt*innen zur Südumfahrung Hagsfeld.

Besonderheit: Die SPD ist eingeladen, auf diesen Brief zu antworten. Kommt eine Antwort vor dem 30.6., dann publizieren wir sie hier (siehe ganz unten) in vollem Wortlaut!

An
die Mitglieder der SPD-Fraktion
im Gemeinderat der Stadt Karlsruhe

Per E-Mail

Offener Brief

Sehr geehrter Herr Marvi, sehr geehrte Stadträtinnen und Stadträte der SPD-Fraktion,

man sagt, „der Kopf ist rund, damit das Denken leichter die Richtung ändern kann“. Wenn Sie in den letzten Monaten auch nur beiläufig die Entwicklung der wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Klimakrise verfolgt haben, dann sollte auch Ihnen klar sein, dass wir nicht nur unserem Denken, sondern mit großer Entschlossenheit jetzt auch unserem Handeln sehr schnell eine andere Richtung geben müssen, wenn wir unseren Kindern und Enkeln eine brutale Katastrophe ersparen wollen.
Herr Marvi, ich habe eben das Kurz-Interview auf Baden-TV gesehen, indem Sie sagten: „Wir haben ja auch letztes Jahr symbolisch den Klimanotstand beschlossen …“.
Das ist das Problem. Der Klimanotstand ist nicht symbolisch, er ist verdammt real und verursacht nachweislich in anderen Teilen der Welt schon jetzt unendliches Leid, z.B. für unzählige Menschen, die wegen der Klimaveränderungen ihre Heimat verlassen müssen und auf teils tödlichen Flüchtlingsrouten unterwegs sind in eine ungewisse Zukunft.
Ich appelliere dringend und in großer Sorge an Sie alle: Machen Sie jetzt in Ihren Köpfen Platz für neues Denken und Handeln, das jetzt im Wortsinn not-wendig ist.
Und verspielen Sie jetzt nicht die Glaubwürdigkeit Ihrer Partei und des Mandats, das Ihnen die Bürgerinnen dieser Stadt übertragen haben! Nichts, aber auch gar nichts an diesem Klimanotstand ist symbolisch! Was brauchen Sie denn noch, um das zu verstehen und ernst zu nehmen, wenn führende Klimawissenschaftler täglich radikale Maßnahmen anmahnen? Die Corona-Krise liegt wie ein riesiger schwarzer Schatten auf den kommenden Haushaltsberatungen und droht, dem soeben erst – auch mit Ihren Stimmen – beschlossenen Klimaschutzkonzept der Stadt finanziell das Wasser abzugraben. Wir wissen ohnehin, dass die angestrebte „Nettonull“ bis 2050 nicht ausreicht, um die Erwärmung der Atmosphäre auch nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 66% auf maximal 2° zu begrenzen. Und schon für die dafür erforderlichen Maßnahmen wird das Geld nun wahrscheinlich sehr knapp. Wir können und wir dürfen die Maßnahmen aber nicht mehr aufschieben. Das haben wir schon viel zu lange getan! Wie wollen Sie unter diesen Umständen meinen Kindern erklären, dass Sie Natur zerstören und eine Straße für mehr als 50 Millionen € bauen wollen, die zu noch mehr motorisiertem Individualverkehr führen wird? Ich habe Respekt davor, wenn Sie die Sorgen der Hagsfelder Bürgerinnen ernst nehmen, denen nun schon so lange Entlastung versprochen wurde, ohne dass sich ihre Situation verbessert hat. Aber erkennen Sie bitte, dass dieses Problem nicht mit den Mitteln von gestern zu lösen ist! Sie schaffen in einigen Jahren ein wenig Entlastung für die Einen, aber zugleich eine höhere Belastung für viele andere. Und Sie binden für dieses Betonmonster Finanzmittel, die diese Stadt und ihre Menschen dringend brauchen, um dem Klimanotstand zu begegnen – und zwar nicht nur symbolisch! Es ist meine feste Überzeugung, dass es ohne Straßenbau gelingen wird, die Menschen in Hagsfeld zu entlasten, wenn wir neues Denken wagen und uns von den Denkmustern der Autogesellschaft lösen. Es ist das Gebot der Zeit, das Gebot des Tages!
In der Karlsruher Gruppe ‚Parents For Future‘ haben wir ein Mitglied, das – trotz engagiertem Eintreten für die Energiewende – noch bis vor kurzem vehement für den Bau der Südumfahrung eingetreten ist. Unvoreingenommene Gespräche und ein genauer Einblick in die vorliegenden Prognosen zu den Verkehrsbewegungen haben dazu geführt, dass er nun zusammen mit uns gegen die Südumfahrung kämpft. Herr Marvi, sehr geehrte Stadträtinnen und Stadträte, ich appelliere nochmals an Sie: haben auch Sie den Mut, sich neuen Erkenntnissen zu stellen und alte Positionen zu überdenken. Sie werden Rückgrat brauchen, aber Sie werden den Respekt vieler Menschen gewinnen, die sich von Ihnen eine verantwortliche Haltung in dieser wichtigen Frage erhoffen.

Mit freundlichen Grüßen
Ingo Laubenthal

PS: Falls dieser Offene Brief auf der Internetseite www.parents4future-ka.de veröffentlicht wird (was ich erwarte) werde ich dies an die Bedingung knüpfen, dass Ihre Antwort – wenn sie mich vor dem 30.6.20 erreicht – an derselben Stelle ungekürzt veröffentlicht wird.

Antwort von Stadtrat Michael Zeh vom 25.6.20:

Hallo Herr Laubenthal

Vielen Dank, daß Sie sich mit der Frage Südumfahrung Hagsfeld beschäftigen

Zunächst: Als Entscheidung am 30.6 steht die Frage Tunnel oder Trog als neue Alternativen im Rahmen des Planungsprosseses an.

Der Planungsprozess dauert noch lange, auch mit weiterer Bürgerbeteiligung.
Bis zum endgültigen Bau ist es noch ein weiter Weg — auch die Finanzierung muss noch geklärt werden, es ist als Verbindung der L 560 zur A5 ja eine überregionale Strasse, die entsprechend überregional finanziert werden müßte.

Geben Sie doch bitte mal bei einem Routenplaner die Verbindung Europäische Schule Waldstadt zum Hauptbahnhof Pforzheim ein.
Sicher eine überregionale Strecke — sie werden als Autofahrer durch Hagsfeld geführt.

Offiziell ausgeschildert ist die Strecke von Waldstadt oder Stutensee zur A5 über die Haid-und Neustr, Ostring und Durlacher Allee.
Dies nutzen auch viele Menschen — daher auch die weitere Entlastungswirkung mit
-20 000 Autos auf dem Ostring.
Die neue Strasse ist ca 1 km kürzer — d.h. es werden täglich über 20000 km weniger gefahren, d.h.über 5 Tonnen C02 weniger ausgestossen.
Das ist entgegen Ihrer Behauptung nicht Mehrverkehr, sondern eine neue Verteilung mit weniger Kilometer

Gern wünschen wir uns gemeinsam eine Verkehrswende — sprich weniger Autos, mehr ÖPNV, Rad und zu Fuß gehen.
Der Weg der Änderung ist noch weit.

Zur Glaubwürdigkeit gehört aber, wofür man gewählt wurde, auch umzusetzen. Die Südumfahrung Hagsfeld steht in unserem Wahlprogramm ganz konkret.
Ich bleibe bei der Umsetzung des Versprechens.

mit freundlichen Grüßen

Michael Zeh
SPD Stadtrat

Antwort des Fraktionsvorsitzenden Parsa Marvi vom 25.6.20:

Sehr geehrter Herr Laubenthal,

vielen Dank für ihre Mail. 

Zur Erinnerung: Die SPD hatte 2019 durchgesetzt, dass alle neuen Maßnahmen und Projekte in der Stadt Karlsruhe eine CO2 Bewertung erhalten. Das ist real. Wir haben das Karlsruher Klimaschutzkonzept 2030 uneingeschränkt unterstützt. Das ist real.

Der Begriff Klimanotstand als reiner Beschluss ist dagegen natürlich nur ein Symbol, wenn auch ein starkes. Wir erkennen damit die dramatische Veränderung des Klimas auch bei uns in der Region an. Uns geht es vor allem um wirksame Strategien. Das beschlossene Karlsruher Klimaschutzkonzept ist so eine.

Die SPD Fraktion bleibt geschlossen bei Ihrer Haltung. Wir brauchen natürlich auch die Verkehrsentlastung von Hagsfeld, die ja auch wesentlich durch Schwerlastverkehr bedingt ist. Der Lärm raubt Lebensqualität und macht krank.

Der FFF Vorschlag eines noch stärkeren ÖPNV Angebotes für Hagsfeld würde hier nicht weiterhelfen (Gütertransporte), die Stadt hat in den letzten Jahren ohne Erfolg bereits viele Maßnahmen erprobt. 

Die Umfahrung Hagsfeld wird erst in 7 oder 8 Jahren Realität. Bis dahin fahren hoffentlich viele Autos und LKWs mit erneuerbaren Antrieben. Diese werden ja auch von der Umweltbewegung befürwortet und das ist der zentrale Change und das zentrale politische Ziel, nicht die abstrakte Diskussion über die Umfahrung.

Herzliche Grüße und eine schöne Woche

Parsa Marvi

Nein zur Umgehungsstraße Hagsfeld

Proteste und Aktionen gegen Südumfahrung Hagsfeld


Nein zur Hagsfelder Umgehungsstraße! – Verkehrsentlastung und Klimaschutz durch Mobilitätswende. Fridays for Future Karlsruhe und das Klimakollektiv Karlsruhe starten Aktionen gegen die Südumfahrung Hagsfeld.

In den nächsten beiden Wochen wird sich entscheiden, ob und in welcher Form die seit langem diskutierte Bundesstraße zwischen der Ausfahrt Nord der A5 und der Haid-und-Neu-Straße gebaut wird. Der Zubringer soll die Straßen und damit die Anwohner*innen in Hagsfeld entlasten. Dieses Ziel wird dadurch aber kaum erreicht; stattdessen wird das Verkehrsaufkommen in umliegenden Straßen deutlich gesteigert und Grünflächen zerstört. Statt 70 Mio. € in eine neue Straße zu investieren, die niemandem wirklich nutzt, brauchen wir nachhaltige und klimagerechte Lösungen: Einen massiven Ausbau des ÖPNVs und des Fahrradnetzes in Karlsruhe. Es kann nicht sein, dass Karlsruhe sich den Klimanotstand auf die eigene Flagge schreibt und dann neue Straßen baut ohne deren Klimaauswirkungen zu prüfen und abzuwägen, ob es klimaverträglichere Lösungen gibt.

Karlsruhe muss endlich zukunftsfähig werden! Es muss endlich Schluss mit sinnlosen, die Klimakrise weiter anheizenden Infrastrukurprojekten sein. Wir brauchen eine Mobilität, die das gute Leben für alle Menschen möglich macht: Sowohl im Globalen Norden als auch im Globalen Süden!

Bei der Abstimmung des Gemeinderates werden wenige Stimmen die entscheidende Rolle spielen; besonders die der SPD, die in ihrem Wahlprogramm eigentlich „nachhaltige Verkehrskonzepte“ proklamiert. Diese wollen wir vor der Abstimmung von der Sinnlosigkeit dieser Baumaßnahme überzeugen.

Wir haben gute Chancen zu gewinnen! Dafür müssen wir jetzt aktiv werden &
gemeinsam für eine radikale Mobilitätswende und Klimagerechtigkeit kämpfen. Es wird eine Reihe von Aktionen geben:

Am Dienstag, den 23. Juni tagt der Hauptausschuss im Rathaus. Kommt um 16 Uhr zur Kundgebung auf dem Marktplatz.

Am Donnerstag, den 25. Juni wird es einen Aktionstag geben, an dem wir speziell die SPD ins Auge fassen wollen: Wir rufen zur Telefondemo und kreativem Protest beim SPD-Büro (Am Künstlerhaus 30, Karlsruhe) auf (Kreidemalerei, Bannerdrops)!

Am Dienstag, 30. Juni, tagt der Gemeinderat in der Gartenhalle. Es wird voraussichtlich eine große Demo ab 15:00 Uhr auf dem Festplatz beim Kongresszentrum geben.

Nach wie vor gilt es die Abstandsregelungen einzuhalten und Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Kommt zahlreich vorbei & lasst uns gemeinsam für weniger Autos auf den Straßen und Klimagerechtigkeit einstehen!
Fridays for Future & das Klimakollektiv Karlsruhe

Noch bis 17. Juni: Deine Meinung zählt beim EU-Klimapakt

Die Europäische Union bereitet derzeit den Green Deal vor. Ein Schritt ist dabei der Europäische Klimapakt, mit dem das breite gesellschaftliches Engagement auf dem Weg zur Klimaneutralität gefördert werden soll. Neben der öffentlichen Thematisierung von Klimakrise, Umweltkrisen und ihren Auswirkungen sollen auch konkrete private Klimaschutzmaßnahmen angeregt werden.

Noch bis zum 17. Juni können wir als Bürger*innen unsere Meinung einfließen lassen. Unser Feedback wird auf der Website der EU veröffentlicht. (Wie das aussieht, sehr Ihr hier.)

Zum Mitmachen must Du Dich bzw. Deine Gruppe registrieren – und das Formular ist ziemlich sperrig; aber einige ForFuture-Gruppen haben coolerweise eine Ausfüllhilfe erstellt, mit der es besser und schneller geht. Hier gibt es Erläuterungen, Sharepics und die Ausfüllhilfe.

Also: Schnell mitmachen und diesen Aufruf an viele Menschen aus der Klimaschutzbewegung und darüber hinaus weiterleiten! Mit Deiner Teilnahme kannst Du Initiativen Deiner Wahl fördern und Dich als lokale Klimabotschafter*in bewerben.

Aktuelle Petitionen für den Klimaschutz

Es gibt viele Petitionen zum Klimaschutz – und oft haben sie eine so kurze Laufzeit, dass man sie leicht verpassen kann. Parents For Future Deutschland pflegt jetzt eine Liste, in der – immer aktuell – Petitionen aufgelistet sind, die noch Unterstützung brauchen können: Hier ist der Link.

Mach doch gleich den Anfang und unterschreibe gegen die Abwrackprämie!

#NetzstreikFuersKlima am 24. April

Wir unterstützen den Aufruf von Fridays for Future Deutschland zum #NetzstreikFuersKlima am 24. April.

#ZuhauseBleiben wegen Corona heißt nicht, dass wir uns jetzt beim Klimaschutz zurücklehnen könnten!

Setzen wir am 24. April gut sichtbare Zeichen für den Klimaschutz.

FFF Deutschland ruft auf: „Wir bringen den Protest von der Straße ins Netz – unsere Demoschilder platzieren wir sichtbar in Fenstern, an Briefkästen, am Arbeitsplatz, im Baum vor der Haustür, im Ladeneingang oder wo sonst es gut sichtbar ist!“

Lest dazu auch unseren aktuellen Newsletter!

Mahnwache heute: Trauer und Entsetzen über die Opfer von Hanau

Heute, 20.02., um 18.00 Uhr versammeln sich Menschen am Kirchplatz St. Stephan in Karlsruhe, um der Opfer von Hanau zu gedenken und ein Zeichen gegen Hass, Gewalt und Terror zu setzen.

Auch wir ParentsForFuture rufen alle Menschen in Karlsruhe auf: Kommt aus den Häusern, zeigt Solidarität mit den Opfern, lasst uns gemeinsam gegen den Hass aufstehen.

Auch wenn es wenige Stunden nach den schrecklichen Taten zu früh ist, zu beurteilen, was den Täter angetrieben hat und mit wem er in Verbindung stand, so scheint doch klar zu sein, dass er von rassistischem Gedankengut durchtränkt war. Wir rufen alle Menschen guten Willens auf, dem Rassismus in jeder Form entgegenzutreten und nicht zuzulassen, dass 75 Jahre nach dem Untergang des Nationalsozialismus extrem rechtes und menschenverachtendes Gedankengut in unserem Land wieder politikfähig gemacht wird.

Aus dem Selbstverständnis der ParentsForFuture-Gruppen:
„… Unsere Selbstorganisation ist basisdemokratisch und wir sind vielfältig. Rassismus, Sexismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung in jeder Form haben bei uns keinen Platz. Wir bekennen uns zur strikten Gewaltfreiheit.  …“